Martina Pirrung, CPMO cpit comparit
Interview

„Kein Kunde gleicht dem anderen“ – Martina Pirrung über die Anbindung von Großkunden

Unsere CPMO Martina Pirrung spricht im Interview mit CMO Oliver Fink über die maßgeschneiderte Anbindung von Großkunden an die comparit Plattform

Martina, du begleitest Großkunden von der ersten Kontaktaufnahme bis zur fertigen Implementierung. Wie würdest du deine Rolle in einem Satz beschreiben?

Meine Rolle ist die des Bindeglieds, die Brücke zwischen Kunde und comparit. Ich begleite Großkunden vom ersten Kontakt bis zur fertigen Implementierung und sorge dafür, dass alle Seiten zusammenfinden und alle Anforderungen umgesetzt werden. Nach dem GoLive sorge ich dafür, dass diese Brücke auch weiterhin trägt.

Wie sieht der typische Einstieg bei einem neuen Großkunden aus – was passiert in den ersten Wochen?

Wir starten immer mit einem intensiven Kickoff, in dem wir gemeinsam die Anforderungen durchleuchten – technisch, fachlich und organisatorisch. Ich höre dabei sehr genau zu, denn in dieser Phase entscheidet sich, wie wir die Anbindung gestalten: Will der Kunde unsere Oberflächen nutzen oder unsere Module über Schnittstellen in seine eigene Systemwelt integrieren, welche Sparten und Prozessschritte sind relevant, wer sind auf Kundenseite die Ansprechpartner aus IT und Fachbereich. Aus diesem ersten Bild heraus halten wir fest, was die Plattform heute schon leistet und was wir noch bauen müssen – häufig in Form einer Funktions- und Servicebeschreibung, die die fachlichen und vertraglichen Grundlagen klärt, bevor es in die Umsetzung geht. Kein Großkunde gleicht dem anderen, und das spiegelt sich immer in einem individuellen Projektplan wider, den wir gemeinsam erarbeiten. In den ersten Wochen geht es deshalb vor allem darum, die Anforderungen sauber zu strukturieren, in konkrete Arbeitspakete zu übersetzen und sie für unsere Entwicklung und unsere Fachbereiche greifbar zu machen – damit beide Seiten dasselbe Ziel vor Augen haben und wir transparent und Schritt für Schritt in die Anbindung starten können.

Großkunden haben oft sehr spezifische Anforderungen an eine Plattform. Wie geht comparit damit um?

Das ist vielleicht einer unserer stärksten Vorteile: Wir sagen nicht einfach, „das geht so und nicht anders“. Wir analysieren die Anforderungen und prüfen, was wir direkt aus dem Standard abbilden können und wo wir individuelle Anpassungen entwickeln. Ob eigene Tariflogiken, spezifische Nutzeroberflächen oder besondere Anbindungen an Drittsysteme – comparit hat die Flexibilität und das Know-how, um sehr individuelle Lösungen umzusetzen.

Welche Herausforderungen tauchen bei der technischen Anbindung besonders häufig auf?

Sehr häufig geht es darum, bestehende IT-Landschaften beim Kunden zu berücksichtigen. Klassische Themen sind das Mapping der IDs zwischen unseren und den Kundendatenbanken, die Authentifizierung oder auch der Umgang mit Schnittstellen-Updates. Da ist viel Abstimmung notwendig, aber genau dafür bin ich da. Ich übersetze zwischen den Welten: der technischen Seite bei comparit und den Anforderungen des Kunden. Mit klarer Kommunikation und einem strukturierten Vorgehen lösen wir das gemeinsam.

Wie unterstützt ihr Kunden fachlich – also jenseits der Technik?

Die fachliche Begleitung ist genauso wichtig wie die technische. Wir schauen gemeinsam mit dem Kunden, wie seine Berater die Plattform im Alltag nutzen, welche Workflows sinnvoll sind und wie wir die Abläufe optimal abbilden – mit Schulungen, Prozessberatung und Best Practices, immer zugeschnitten auf das, was der Kunde wirklich braucht. Unsere Plattform bildet Leben, Kranken und Sach mit echter Tiefe ab, und ich binde an den entscheidenden Stellen gezielt unsere Fachbereiche ein. So bringe ich die fachliche Welt des Kunden und die von comparit zusammen.

Du hast comparit als Sparringspartner für Kunden beschrieben. Was genau meinst du damit?

Wir verstehen uns nicht als reiner Softwaredienstleister, der eine Lösung liefert und sich dann verabschiedet. Wir denken mit. Wenn ein Kunde eine neue Anforderung hat oder strategisch überlegt, in welche Richtung er sich weiterentwickeln möchte, dann sind wir dabei und bringen unsere Perspektive ein. Manchmal stellen wir auch Fragen, die den Kunden dazu bringen, eigene Anforderungen noch schärfer zu formulieren. Das ist echtes Sparring und eine langfristige Zusammenarbeit mit unseren Großkunden, die Spaß macht.

Wie sieht euer Support-Modell nach der Go-live-Phase aus?

Der Go-live ist kein Abschluss – er ist der Beginn des produktiven Betriebs, und das bedeutet auch der Beginn einer neuen Phase unserer Zusammenarbeit. Ich stehe den Kunden weiterhin als feste Ansprechpartnerin zur Verfügung, koordiniere intern bei Rückfragen oder Anpassungen und sorge dafür, dass der Kunde nicht in einem Support-Ticket-System verloren geht, sondern immer einen direkten Draht zu uns hat. Mir persönlich ist dabei vor allem wichtig, dass wir nach dem Go-live eine langfristige Zusammenarbeit anstreben – eine Partnerschaft, die auf Vertrauen, Augenhöhe und Freude an der gemeinsamen Arbeit basiert.

Was macht aus deiner Sicht eine erfolgreiche Kundenanbindung aus?

Eine erfolgreiche Anbindung erkenne ich nicht nur an einem Go-live-Termin, sondern daran, dass die Plattform im Alltag wirklich ankommt – dass die Berater sie nutzen, weil sie zu ihren Abläufen passt. Das setzt eine stabile technische Integration, eine fachlich passende Lösung und das gemeinsame Verständnis voraus, dass alle Seiten dasselbe Ziel verfolgen. Genau hier liegt mein Beitrag: dass am Ende alle dasselbe verstehen – die Entwicklung bei comparit, unsere Fachbereiche und der Kunde. Und der beste Beweis ist für mich, dass der Kunde auch nach dem Go-live mit seinen nächsten Ideen wieder auf mich zukommt – dann ist aus einem Projekt eine echte Partnerschaft geworden.

Gibt es ein Projekt, das dich besonders geprägt hat?

Es gab eine Anbindung, bei der der Kunde initial sehr klare Vorstellungen hatte – und die sich im Laufe des Projekts komplett gewandelt haben, weil wir gemeinsam festgestellt haben, dass ein anderer Ansatz viel besser zu seinen Prozessen passt. Solche Momente zeigen mir, wie wichtig es ist, nicht starr an einem Plan festzuhalten, sondern wirklich zuzuhören und flexibel zu reagieren. Für mich geht es dabei immer darum, die Mehrwerte für den Nutzer herauszuarbeiten – Prozesse so smart umzusetzen, dass am Ende zusammen mit der Software echte Mehrwerte für den Makler entstehen, im Vergleich zu seiner bisherigen, gewohnten Welt. Genau zwischen dem ursprünglichen Wunsch und dem fachlich wie technisch Sinnvollen habe ich vermittelt – und das Ergebnis war am Ende weit besser als das ursprüngliche Ziel.

Was möchtest du Unternehmen mitgeben, die gerade überlegen, ob comparit der richtige Partner für sie ist?

Sprecht einfach mit uns. Ich erlebe immer wieder, dass Unternehmen im Vorfeld unsicher sind, ob ihre Anforderungen „zu komplex“ oder „zu speziell“ sein könnten. Genau das ist unser Tagesgeschäft. Wir haben keine Standardlösung von der Stange, sondern eine Plattform, die wächst und sich anpasst. Und hinter dieser Plattform stecken Menschen, die sich wirklich für euren Erfolg einsetzen – vom ersten Kontakt bis weit über den Go-live hinaus.

Danke, dass du uns einen Einblick in das Onboarding gegeben hast!